Geschafft! Bachelorarbeit und Klausuren

Geschafft!       Bachelorarbeit √ Klausuren √

Endlich sind alle Prüfungsleistungen der HSBA geschafft, und die berufliche Herausforderung steht unmittelbar bevor.

Durch die derzeitige COVID-19 Pandemie wurde der übliche Zeitplan ordentlich durcheinandergebracht. Ursprünglich sollten im März die finalen Klausuren stattfinden. Optimal für mich, denn direkt im Anschluss wollte ich mit der Bachelorarbeit beginnen, um diese im Juni abgeben zu können. Ein Thema nach dem anderen abzuhaken klang für mich nach einem guten Plan. Es kam dann doch etwas anders, aber ein duales Studium soll schließlich auch bis zum Ende eine Herausforderung sein. Die Klausuren wurden unmittelbar vor Beginn verschoben auf einen ungewissen Zeitpunkt, und ich musste von einem auf den anderen Tag mit der Bachelorarbeit beginnen. Optimal ist etwas anderes, aber nun Panik zu bekommen hilft da auch nicht weiter. Inspect and adapt ist hier das Stichwort. Aus dem Chaos wurde ein kleines agiles Projekt. Somit habe ich mir einen strukturierten Zeitplan aufgestellt, der Lernzeit für die Klausuren sowie die Arbeitsschritte meiner Bachelorarbeit enthielten. Ach ja, Zeit für Bewerbungen war auch noch eingeplant – wie gesagt ein duales Studium darf nicht langweilig werden.

Das Thema meiner Bachelorarbeit lautet „Möglichkeiten und Grenzen eines agilen Mindsets in interkulturellen Teams – Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die World Agency“. Mein Thema ist sehr schnell entstanden. Ich habe mich schon immer gefragt, was Agilität, agil sein oder auch agile Arbeitsweisen und agile Methoden überhaupt so wirklich bedeuten. Agilität ist in jedem Munde, aber was steckt eigentlich hinter diesem Begriff? Dass Agilität der Softwareentwicklung entstammt, häufig im Zuge der Projektarbeit angewendet wird und als modern und flexibel angesehen wird, sind wahrscheinlich die Gedanken, die den meisten Menschen spontan einfallen würden. Ich denke, es ist offensichtlich, dass allein diese Aspekte Agilität nicht zu einem Erfolgsfaktor machen. Nach einigen Recherchen zu diesem Thema, ist mir klargeworden, dass Agilität mehr ist als nur eine magische Methode. Im Kern geht es um eine Haltung bzw. ein Mindset, das lediglich durch die agilen Methoden unterstützt wird. Dieses Mindset basiert darauf, dass die Werte und Prinzipien der Agilität verinnerlicht und gelebt werden. Zusammen mit meiner betrieblichen Betreuerin, entstand die Idee, dass das agile Mindset eventuell nicht bei allen Mitarbeitern gleich stark ausgeprägt ist. Besonders kulturelle Prägungen könnten hier zu unterschiedlichen Ausprägungen des agilen Mindsets führen. Da meine betriebliche Betreuerin in der World Agency arbeitet, war somit die Verknüpfung zu interkulturellen Teams hergestellt.

Die grobe Idee meines Themas stand bereits vor meinem Auslandseinsatz in New York fest, sodass ich hier persönlich kulturelle Unterschiede beobachten konnte, um sicher zu sein, dass mein Thema überhaupt von Relevanz ist. Im Dezember habe ich angefangen an meiner Gliederung zu arbeiten und ab März habe ich mir bereits einige Bücher zu den Themen ausgeliehen. Somit konnte ich von einem auf den anderen Tag mit der Bachelorarbeit beginnen, als die Klausuren verschoben wurden. Ich habe mich Schritt für Schritt vorgearbeitet und mir teils pro Tag, teils pro Woche kleine Meilensteine aufgestellt. Dadurch habe ich den Zeitplan gut einhalten können, sodass ich mich wieder vollständig auf das Lernen konzentrieren konnte, als die Klausuren nachgeholt wurden.

Das klingt nun alles sehr positiv und im Endeffekt hat auch alles funktioniert. ABER regelmäßige Zweifel an der gesamten Arbeit, an dem Thema, an einzelnen Abschnitten, an der Methodik oder auch an Formulierungen sind, denke ich, ganz normal. Teilweise habe ich einen ganzen Tag an einem kleinen Absatz herumgebastelt, weil ich mit der Formulierung nicht zufrieden war, und an einigen Tagen habe ich auch gar nichts zu Papier bringen können. Wie gesagt, ich denke das und sehr viel Kaffee gehören zur Bachelorarbeit dazu. Final denke ich, die Vorstellung ist schlimmer als die Umsetzung – und im Nachhinein bin ich nun einfach nur glücklich und zufrieden, es geschafft zu haben!

Eure Asaria 😊